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Kalligafie von Maya Huber
AKTUELL:

Die SCHREIBWERKSTATT KLINGSPOR
OFFENBACH Förderkreis internationaler Kalligraphie e.V.
hat am 8. Februar 2009 das

Karlgeorg und Maria Hoefer Archiv

in Offenbach am Main - Rumpenheim Kleines Gäßchen 13 - 15 eröffnet.

Hier ein Link zum PDF über das Archiv und Öffnungszeiten

Hier einige Bilder von der Eröffnungsfeier

Aktuelle Events für alle Kalligrafie Freunde


ER-LESENE BILDER

Kalligraphie-Ausstellung
mit Arbeiten von Maya Huber, Darmstadt,
im Martin-Niemöller-Haus Arnoldshain
3. Dezember 2009 bis 3. Februar 2010

Am 6. Januar 2010 nachmittags 16:30 Uhr wird eine Einführung zur Ausstellung sein mit Prof. Gottfried Pott, Wiesbaden, und heiteren Musikbeiträgen aus unsrer Familie.“
Maya Huber – www.calligraphics.de

Öffnungszeiten: Montag – Samstag: 8.00 – 19.00 Uhr, Sonntag: 8.00 – 15.00 Uhr.
Das Haus ist vom 21.12.09 bis 01.01.10 geschlossen.
MARTIN-NIEMÖLLER-HAUS ARNOLDSHAIN
Am Eichwaldsfeld 3 61389 Schmitten
Tel. 06084 944-0
Hier die Einladung als PDF


Im Zeichen der Zeit - Das Zeitliche Segnen
Schriftbilder von Hermann Kilian (1929 - 2004)
im Katholisch Sozialen Institut (KSI), Selhofer Straße 11, 53604 Bad Honnef, Tel 02224 9550
geöffnet vom 27. 11. 2009 bis 18.12.2009 und 30.12.2009 - 31. 1. 2010
Öffnungszeiten Mo-Sa 9 bis 20 Uhr und So 9 bis 15 Uhr

Ludwina Kilian, Mainzer Straße 41 56068 Koblenz


Einladung zur Ausstellung von Jean Larcher/Paris in Wiesbaden

Die 26 Buchstaben des Alphabets waren für Schriftkünstler von jeher eine Quelle der Inspiration. Der bekannte französische Kalligraph und Lettering Artist Jean Larcher möchte in dieser HOMMAGE seine Faszination für die deutschen Schriftkünstler ausdrücken.

Seit langem zeigt die Kellergalerie der Büchergilde wieder eine Ausstellung zur Schriftkunst.


Ausstellungsdauer: 19. Nov. 2009 bis 16. Jan. 2010

BÜCHERGILDE Buchhandlung & Galerie
Bismarckring 27, 65183 Wiesbaden
Tel. 0611/405767
buechergilde-wiesbaden@t-online.de
www.buechergilde-wiesbaden.de
Öffnungszeiten: Mo ? Fr: 10 bis 18.30 h, Sa: 10 bis 16 h

Hier ein Link zum PDF mit der Einladungskarte


Seit Rudolf Koch ist Offenbach ein Zentrum der Schriftkunst. Mit der Einrichtung von Schreibkursen setzte Karlgeorg Hoefer diese Tradition in den 1980er Jahren fort.

Nach seinem Ausscheiden aus der Lehrtätigkeit an der hiesigen Hochschule für Gestaltung gründete er die Schreibwerkstatt Klingspor, die im Jahr 2009 ihren 300. Kurs anbietet. Unter der Leitung von mehr als 70 international anerkannten Dozenten haben bisher etwa 4500 Kalligraphen aus dem In- und Ausland an diesen Veranstaltungen teilgenommen.

Das mit dem künstlerischen Nachlass von Professor Karlgeorg Hoefer ausgestattete Archiv gibt nunmehr allen Interessenten Gelegenheit, sich in Ausstellungen über die kulturelle Bedeutung der Kalligraphie in Offenbach zu informieren.


Mit dem Auto fahren Sie auf der Bürgeler Straße vom Stadtzentrum kommend nach links durch die Dörnigheimer Straße zur Mainkurstraße und biegen dann nach rechts in das Kleine Gäßchen ein. Am Ende befindet sich das Grundstück Nr. 13-15. Auf dem Hof sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

Die Buslinien 101 und 107 halten in der Bür-geler Straße an der Marstallstraße. Von dort ist es ein angenehmer Weg durch die Schmiedegasse in Richtung Mainfähre und auf der hochliegenden Ufergasse zum Kleinen Gäßchen.

Die Kalligraphie

hat eine Jahrhunderte lange Vergangenheit. Jede Zeitepoche befasste sich mit historischem Studium und zeitgemäßem Ausdruck einer schöngeformten Handschrift. Dabei spielte der Gebrauch der Schreibwerkzeuge eine entscheidende Rolle. Anfang des 20. Jahrhunderts bevorzugte der englische Schriftpädagoge Edward Johnston noch die selbst zugeschnittene Kielfeder, in Österreich lehrte der Schriftkünstler Rudolf Larisch den Gebrauch des Quellstiftes und in Offenbach schuf Rudolf Koch seine Druckschriften mit der Breit- bzw. Bandzugfeder.
Seine Schriftunterweisung basierte ausschließlich auf der Handhabe dieses Schreibwerkzeugs.
Ostasiatischem Einfluss ist der Gebrauch des Spitzpinsels auch bei uns zu verdanken. Ich selbst erprobte die vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten dieses weichen Schreibgerätes im lateinischen Schriftduktus, ohne mich an die Formen der fernöstlichen Schreiber anzulehnen.
Beginnend mit selbst angerührter Steintusche forschte ich auf Japan-Papieren nach Darstellungslösungen, die unserem gewohnten Schriftbild entsprechen. Der Farbwechsel von Buchstabenelementen oder im Buchstabenbild war für mich eine frühzeitige Entdeckung. Anreger bei meiner Neugier waren zunächst Texte aus der chinesischen Literatur und dem Zen-Bereich.
Nicht den Schriftzügen, sondern der Philosophie fernöstlicher Schreibmeister folgte ich persönlich und im Unterricht.
Als Schriftbegeisterter versuchte ich zu begeistern. Das Abenteuer in Offenbach dehnte sich auf andere Länder aus. Die Rhythmisierung der Schreibfläche erfolgte sowohl verbunden wie unverbunden. Je nach Pinselwahl und Stärke entstanden Schriftbilder von musikalischen Klängen, auf die der Schreiber lauschte. Der Schreibfluss entstand zuweilen spontan oder mehr geordnet.
Intuitiv entstandene Schriftbilder entbehrten meistens einer erwarteten Lesbarkeit.
Diese wurden mehr betrachtet. So förderten Freude und Lust am Pinselspiel die eigene Kreativität beim Schreiben. Allerdings setzt das zuvor die Bändigung des Pinsels voraus. Sonst macht der Pinsel in der Hand des Unkundigen natürlich was er will. Gleichmaß der verschiedenen Stricharten und Schärfe des Anstrichs will geübt sein, bis die Sicherheit der Pinselführung erreicht ist.

Die Freude des Schreibens wächst mit der Intensität des Übens und im Austausch der Kursteilnehmer untereinander. Erstaunt fühlen sich die Mitmenschen angenehm angesprochen durch die ungewohnte Post der Kalligraphen.
Neben dem heute dominierenden Tastendruck des Fingers gewinnt die kreative Schreibhand den kulturellen Vorrang. Das kalligraphische Fieber wirkt ansteckend. Fernab vom Lärm genießt man die Stille. Von Tag zu Tag wächst die Überraschung. Man wird zu intuitivem Schriftausdruck gedrängt. Man erlebt, dass "es" schreibt.
Die Schreibkunst bewirkt auch heilende Kräfte, wenn man schreibend den Worten der Dichter folgt, bildet eine handschriftliche Brücke von Mensch zu Mensch und von Land zu Land.


21. September 1996 Prof. Karlgeorg Hoefer
Ehrenamtlich erstellt von Otmar Hoefer
2004 - 2010


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